xx/2008
 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir präsentieren Ihnen heute unseren aktuellen Februar-Newsletter mit folgenden Themen:

  • Fit Talk mit PANACEO Referenzsportler Günther Weidlinger
  • Übertrainingssyndrom - ein bericht von Gerlad Zötsch, SMIG - Sport-Massage-Institut
  • Veranstaltungstipps 

 
 

Fit talk mit PANACEO Referenzsportler Günther WEIDLINGER:

 

TopTimes und PANACEO Fittalk mit …

Günther Weidlinger

Steckbrief
Name: Günther Weidlinger
Geb.: 5. April 1978
Wohnort: Neunkirchen/Enknach (OÖ)
Familienstand: ledig
Beruf: Heeressportler und Student der Wirtschaftswissenschaften
Erfolge: 2009 Österr. Marathonrekord in 2:10:47 (Frankfurt-Marathon), Sieg beim Great Australian Run in Melbourne (15 km Straße)

Über Ziele, Lockerheit und den Mythos von 42,195 Kilometern: Zum Start der Laufsaison wollten wir vom besten österreichischen Marathonläufer wissen, was sich Hobbysportler von ihm abschauen können.

2008 hast du einen Marathonrekord angekündigt und ein Jahr später planmäßig erreicht. Sag, wie machst du das?

Na ja, ich hatte eigentlich den Rekord für Wien geplant gehabt. Da hat es nicht geklappt, auch, weil ich mich zu sehr darauf versteift hab. In Frankfurt ist mir der Rekord passiert, ohne dass ich damit gerechnet habe. So sind mir alle meine Rekorde davor passiert.

 
Offenbar, weil du dann immer locker drauf bist. Können sich da auch Hobbysportler was davon abschauen? Viele nehmen sich hohe Ziele vor und scheitern daran ...


Nicht missverstehen: Ziele sind ganz wichtig, auch hohe! Denn wenn ich kein Ziel habe, weiß ich gar nicht, wofür ich trainiere. Nur müssen diese erstens erreichbar sein und zweitens muss man auch einmal mit dem Erreichen eines Zwischenzieles zufrieden sein. Das kann ich allen, die hobbymäßig laufen, nur raten: Konzentriert euch auch stets auf kleine Zwischenziele! Denn wenn es nicht klappt, dann klappt es halt beim nächsten Mal.

Ein paar Kilos verlieren oder einen Halbmarathon in 1:45 laufen – was ist die bessere Zieldefinition für Hobbyläufer?

Es kann beides funktionieren. Aber sich ein Rennen und eine Zeit vorzunehmen, ist sicher eine gute Sache zur Motivation. Ich habe 2009 drei Hobbyläufer auf den Wachau-Halbmarathon hintrainiert. Einer hat seine Zielzeit erreicht, zwei haben sie verfehlt. Aber sie waren trotzdem happy, weil sie sich verbessert haben und knapp dran waren. Sie werden es einfach heuer wieder versuchen.


Wie siehst du es als neuer Rekordmann, dass der Marathon nicht mehr so einen Zulauf hat wie vor ein paar Jahren?

Vom Gefühl her würde ich mir einen riesigen Marathonboom wünschen. Aber im Hobbybereich ist es doch viel wichtiger, sich wohlzufühlen, als einem Mythos nachzujagen. Ich glaube, der Rückgang hat viel mit mehr Wissen um die Anforderungen und mit dem vernünftigeren Zugang zum Sport zu tun. Langfristig ist das sicher positiv: Wer einen „Halben“ schafft, der bleibt auch beim Laufen und wird sich vielleicht auch einen ganzen Marathon zutrauen.


Drei Tipps vom Rekordler für Hobbymarathonis ...


1. Mit genügend langsamen Läufen starten. 2. Bei solidem Grundlagentraining auch immer wieder den Körper fordern. Mit Fahrtenspiel oder Tempowechselläufen. 3. Aufs Dehnen und Kräftigen nicht vergessen. Denn wenn die Kraft für die Oberkörperspannung fehlt, dann geht sie in den Beinen auch viel früher aus.



 

 
 

Übertrainingssyndrom - ein Bericht von Gerlad Zötsch, SMIG Institut:

 
 

Übertrainingssyndrom: Hormone aus der Balance

Kränklich, dauermüde, leistungsschwach und ohne Spaß am Training – das sind oft die Anzeichen des so genannten Übertrainingssyndroms. Besonders tückisch ist für Ausdauersportler das Frühjahr, wenn die Umfänge im Training steigen und ehrgeizige TRainingswochen alles abverlangen.

Die Auslöser des Übertrainingssyndroms (ÜTS) sind vielfältig und oft gar nicht genau auszumachen: Eine erheblich gesteigerte Trainingsbelastung, fehlende Erholungszeiten, beruflicher Stress und eine unausgewogener Ernährung können das fein abgestimmte Regulationssystem der Körperfunktionen über das normale Maß hinaus alarmieren oder lähmen. Dann werden die sportlichen und geistigen Leistungen schlechter, die Anfälligkeit für Verletzungen und Krankheiten steigt. Unerklärliche Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl und allergische Reaktionen sind oft typische Symptome.

Harte Daten aus dem Labor
Was genau bei einem ÜTS im Körper passiert, ist noch nicht vollständig erforscht. Neuere Untersuchungen haben nachgewiesen, dass Hormone, Adrenalin und andere Stoffwechselregulierende Botenstoffe eine große Rolle spielen: Bei der weitaus häufigsten Form des Übertrainings wird der Körper durch die hohen Belastungen zunächst in einen Dauer-Alarmzustand versetzt, später fallen dann die Konzentrationen der Hormone in der Blutbahn übermäßig stark ab und sorgen für Leistungsknick und Depression.

Der Zustand des Übertrainings äußert sich allerdings in zahlreichen, messbaren Größen und kann mit den Methoden moderner Leistungsdiagnostik objektiviert werden:

- Sauerstoffverbrauch: Im Übertrainings steigt er bei gleicher Leistung an. Verschiedene Untersuchungen haben eine Zunahme des Sauerstoffbedarfs von bis zu 15% ermittelt. Unter Laborbedingungen lässt sich so etwas gut messen, im Trainingsalltag merkt der Athlet eher eine Müdigkeit und Kraftlosigkeit und empfindet gewohnte Belastungen als überraschend anstrengend.

- Laktat: Entsprechend dem erhöhten Sauerstoffbedarf steigt auch die Laktatkurve des übertrainierten Athleten steiler an als sie es im normalen Trainingszustand tun würde. Ein Laktattest ist sehr zuverlässig, wenn er unter immer gleichen Rahmenbedingungen durchgeführt wird. Vor allem die Zahl der Ruhetage und die Ernährung vor dem Test spielen eine große Rolle. Kommt ein Athlet bereits mit Vorbelastungen zur Messung, so fallen die Laktatwerte niedriger aus und cachieren das Übertraining, oder sie spiegeln eine Leistungsverbesserung vor, die gar nicht der Realität entspricht.

- Herzfrequenz: Die Herzfrequenzwerte sind sowohl in Ruhe als auch bei Belastung erhöht. Vor allem die Erholungsherzfrequenz, also die Abnahme der Herzfrequenz nach der Belastung, ist verlangsamt. Diese Veränderung muss aber nicht zwangsläufig einen Übertrainingszustand anzeigen. Die Herzfrequenz ist nämlich ein sehr störanfälliger Parameter: Leichte Aufregung genügt, um sie steigen zu lassen. Deshalb müssen bei der Bewertung der Herzfrequenzkurve alle Einflussfaktoren berücksichtigt werden, die eine objektive Bewertung der Daten erschweren.

Kontrolle von außen ist besser
Außenstehende Fachleute erkennen die Veränderungen der sportlichen Leistung oft schon mit dem bloßen Auge und können sie mit Hilfe der oben beschriebenen Parameter objektiv einschätzen. Weil auch die Psyche übertrainierter Sportler leidet, sie oft reizbar und weniger belastbar auf die Trainingsanforderungen reagieren, ist die Hilfe eines erfahrenen Trainers, der auch ganzjährig für die Steuerung der Belastung zur Verfügung steht ein großer Vorteil. In den jetzt beginnenden Monaten intensiven Trainings und erst recht in den Frühjahrs-Trainingslagern ist für Ausdauersportler die Gefahr der Überforderung besonders groß.


Gerald Zötsch / smig-protraining.at 
SMIG Sport Massage Institut Gerald

Tyroltgasse 9 / 8020 Graz

Tel. 0650 - 95 34 122

gz@smig-protraining.at

 

 
 

Veranstaltungstipps:

 

Achensee 3-Täler-Lauf – 07. März 2010

Nach langjähriger Pause findet heuer zum ersten Mal wieder der berühmte Achensee 3-Täler-Lauf in Pertisau am Achensee statt.
Am 07. März um 09.00 Uhr starten die Teilnehmer im “Klassischen Bewerb” über 30km oder im “Skating Bewerb” über 20km.

20 perfekt präparierte Kilometer für Skater und 30 Loipenkilometer für Freunde des klassischen Stils führen von Pertisau hinein in die drei Karwendeltäler Falzthurntal, Gerntal und Tristenau. Auch die jüngeren Teilnehmer kommen beim anschließenden Kinderlauf auf ihren Genuss.
Nähere Infos unter:
www.langlaufen.achensee.info

8. Internationaler Übersbacher Frühlingslauf

Am Samstag dem 20.März 2010 mit Halbmarathon, Nordik Walking und Kinderlauf.

Nähere Infos unter www.dieterprasch.com

oder reinhold.prasch@gmx.at

 

 

Sie haben Fragen oder wollen sich informieren?
Wir sind gerne für Sie da!

Liebe Grüße,
Ihr PANACEO-Team.


PANACEO " International Active Mineral Production GbmH " 9585 Villach-Gödersdorf " +43 (0)4257 29064


Dieser Newsletter ist eine Information der
PANACEO • International Active Mineral Production GbmH • 9585 Villach-Gödersdorf.