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Thomas Jaklitsch
(Extremradsportler und Mentalcoach)
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Eigen- und Fremdziele, Spannung und Entspannung sind wesentliche Faktoren unseres täglichen Lebens und bestimmen unsere Leistung im Leben, wie im Sport.
Ihr Gehirn als Zielerreichungsorgan:
Aufgrund der sogenannten Spiegelneuronen macht es für ihr Gehirn keinen Unterschied, ob sie sich Bewegungen oder Handlungsabläufe nur vorstellen oder real ausführen. Darum ist es wichtig ihrem Gehirn einerseits positive Bilder als Ziel vorzugeben und aber auch Handlungsabläufe (müssen nicht unbedingt koordinativ oder technisch schwierig sein) sooft wie möglich durchzuspielen.
Finden und formulieren Sie Ihr Ziel: Positive Formulierung des Ziels
Wenn ich ihnen sage, denken sie nicht an ein grünes Känguru, werden einige von ihnen ein Känguru gesehen haben, vermutlich grün und dieses ist möglicherweise durchgestrichen gewesen. In den tiefen Ebenen der unbewussten Verarbeitung von Information gibt es kein „nicht“! Darum: positiv formuliertes Ziel!
An- und Entspannung zur richtigen Zeit:
Durch Körper interne Prozesse und Hormonausschüttungen (Adrenalin) steigen Pulsschlag und Blutdruck, gleichzeitig wird Glykogen ausgeschüttet. Dies macht unseren Körper für eine zeitlich begrenzte Zeit leistungs- und widerstandsfähiger (man stelle sich einen Boxer vor der völlig ruhig und entspannt im Ring steht...). Hingegen braucht ein Schütze der sein Ziel anvisiert die Ruhe und Gelassenheit nicht nur geistig, sondern eben auch körperlich. Die willentliche Steuerung des Aktivitätsniveaus ist je nach Tätigkeit letztendlich mitentscheidend für den Leistungserfolg, also lernen sie eine Entspannungstechnik! Sofort entspannend ist auch gezieltes Atmen: Atmen Sie tief durch die Nase ein und pressen sie die Luft langsam durch die geschlossenen Lippen. Relax!
Das große Ziel und der dementsprechende Zielzustand:
Denkt man an sein gewünschtes Ziel stellt sich automatisch eine dementsprechende Zielphysiologie ein, welche an einen konkreten Zielzustand gekoppelt ist. Dieser unnachahmliche innere Zustand entspringt der Vorstellung man sei im Ziel und habe das Ziel erreicht. Das Erleben eines Ziel-Zustandes, ist für den Mentalcoach am Wechsel der Physiologie des Klienten gut erkennbar und für den Sportler selbst, Motivator und Hilfestellung in Krisen. Der Sportler stellt, sich das Erreichen seines Zieles in der Gegenwart, intensiv, sinnlich assoziiert (mit allen Sinnen: visuell, akustisch, kinästhetisch, olfaktorisch, gustatorisch) vor.
Der Sinn dieses „Probewohnens“ in seiner Zielvorstellung hat weitreichende Folgen:
1.) Überprüfung ob der Sportler das Ziel wirklich („quasi mit Haut und Haaren“) erreichen will 2.) Etwaige Konsequenzen des Zieles: positiv wie negativ („Ökocheck“) 3.) Mentales Erleben jenes Zustandes der Zielerreichung, für den man viel geleistet hat (dient der täglichen Motivation und später unbewusst zu wissen, es bereits geschafft zu haben etc.)
Sehr oft hat dieses mentale Erleben eines erwünschten oder erhofften Zieles auch die Folge, dass Sportler erkennen können, dass dieses vermeintliche formulierte Ziel, eigentlich nicht jenes ist, dem sie 100% ihrer Leistung widmen wollen. Sehr oft entscheidet aber diese mentale Vorwegnahme der Zielerreichung über Aufgabe oder Durchkommen, Sieg oder Niederlage. Ich persönlich konnte nur aufgrund meiner zigfachen geistigen Zielerreichung im Vorfeld eines 1.111 km langen nonstop Extremradrennens, meine Krisen während des Rennens bewältigen und dann doch noch als 6ter, finishen. Dort war ich im Rennen gezwungen, mein primäres Ziel (Qualifikation für das Race Across America) wegen mehr als 100 falsch navigierten Kilometern, zurückzustellen, meine körperlichen Krisen zu akzeptieren und ein neues lohnendes Ziel, nämlich zu finishen, aufzubauen. Und Bedenken sie: ein großes, attraktives Ziel, besteht meistens auch aus vielen kleinen Teilzielen oder Etappen!
Leben sie ihr Ziel: atmen, essen, trinken sie es!
Sie kennen vielleicht folgendes Phänomen: Wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Gegenstand, z B. ein Auto einer gewissen Marke richten, so werden sie plötzlich fast überall dieses sehen. Vorher ist es ihnen aber nie aufgefallen. Dieses Phänomen der selektiven Wahrnehmung hat im Mentaltraining ein großes Potential: Wenn sie ein Ziel nach allen Kriterien fokussiert haben, werden sie ihm nicht mehr entkommen! Bzw. tritt die Umkehr in Kraft: Sie infizieren im positiven Sinne ihre Umwelt damit und dies ist einer der wahren Schlüssel zum Erfolg! J.W. v. Goethe sagte dazu einmal: „Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.“ Durch die Vorstellung von zukünftigen Erfolgen trainieren Sie Ihre neuronalen und muskulären Verbindungen, welche sich auch in den Muskeln einprägen! Wie von selber werden ihnen ständig Situationen „passieren“, welche in der einen oder anderen Art mit ihren Ziel zu tun haben!
Bestes Gelingen wünscht Thomas Jaklitsch!
Thomas Jaklitsch ist Mentalcoach diverser Spitzensportler und Menschen aus Politk und Wirtschaft. Als 2-facher Vater ist er seit 6 Jahren erfolgreicher, aktiver Extremradsportler, sowie Ideengeber und Mitveranstalter der Kainachtaltrophy (12h/24h Benefizradevent).
www.sportcoaching.net :
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