Luis Wildpanner, regierender Weltmeister im Ultra-Triathlon liefert ab sofort exklusiv für PANACEO-Newsletterabonnenten, praxisbezogene Trainings-Tipps.
Wer von uns kennt sie nicht, diese Tage, an denen einfach keine Lust für irgendeine Tätigkeit aufkommt – geschweige denn für eine anstrengende, wie z.B. das sportliche Training.
Folgende Tipps lassen sich sinngemäß auch teilweise in den ganz normalen Arbeits- bzw. Freizeitalltag übertragen, sind aber speziell auf den Sport abgestimmt:
Setz’ oder lege dich in aller Ruhe für ein paar Minuten hin (aber nicht einschlafen!) und stell’ dir so lebhaft wie möglich das positive Gefühl vor, wie es ist, wenn du auf Grund deines konsequenten Trainings dein Ziel erreicht hast. Noch positiver kannst du dein Unterbewusstsein beeinflussen, wenn du dein Ziel schriftlich festlegst, bzw. noch besser, wenn du es optisch (Zeichnung, Foto, etc.) aufbereitest und es dir dann ansiehst.
Achte auf einen sinnvollen und regelmäßigen Trainingsaufbau, den du lückenlos verstehen und nachvollziehen kannst. Nur wenn du von dem, was du machst, 100%ig überzeugt bist, kannst du auch voll dahinter stehen und bist somit bereit, „alles“ dafür zu geben.
Im wahrsten Sinne des Wortes abgelaufene Laufschuhe, eine quietschende Fahrradkette, unfunktionelle Bekleidung – eine Summe von Faktoren, die genau das Gegenteil von dem bewirken, was wir eigentlich wollen: uns mit Freude bewegen! Selbst wenn dein ganzes Equipment noch in Ordnung ist, wirst du deine Lust am Training sichtbar steigern können, indem du es einfach von Zeit zu Zeit durch z.B. ein neues Bekleidungsstück, etc. ergänzt. Achte daher auf deine Ausrüstung und mache dir die positiven Auswirkungen eines schön geputzten Fahrrades, speziell an deinen Laufstil angepasste Laufschuhe, eine funktionelle, moderne Bekleidung, usw. bewusst!
Unterschätze niemals die Bedeutung deiner Trainingsumgebung! Passt die Motivation, dann wird dich auch ein Lauf durch eine stark frequentierte und lärmende Großstadt nicht wirklich aufhalten können. Bist du aber mies drauf, dann kann auch schon ein kurzes Stück einer aus deiner Sicht nicht optimalen Trainingsstrecke zum unüberwindbaren Hindernis werden. Ich beispielsweise bevorzuge, wo immer es möglich ist, das Training mit den „3Ws“, diese stehen für „Wald“, „Wiese“ und „Wasser“ (nur beim Schwimmen tendiere ich eher etwas einseitig zum 3. „W“!).
Es gibt aber natürlich auch Tage – und keiner kennt diese besser als ich – da geht trotz aller Tipps und Tricks, sich selbst zu motivieren, gar nichts. In diesem Fall wende ich eine sowohl einfache als auch sehr effiziente „Methode“ an, die allerdings immer mit Bewegung zu tun hat: Ich mache einfach das, was mich freut (z.B. Bergwandern statt einem Intervalltraining beim Schwimmen). Das tilgt nicht nur das schlechte Gewissen, mich vorm Training zur Gänze „gedrückt“ zu haben, sondern fördert obendrein durch die (oft sogar willkommene) Abwechslung des ohnehin oft sehr monotonen Trainings meine Freude und Motivation auf die nächsten Trainingseinheiten!